Antidiskriminierungsgesetz

Als „Antidiskriminierungsgesetz“ wird umgangssprachlich das „Allgemeine Gleichstellungsgesetz“ (AGG) bezeichnet. Aufgabe und Inhalt dieses im Jahr 2006 in Kraft getretenen Gesetzes ist es, den in der Bundesrepublik Deutschland durch Artikel 3 GG verfassungsmäßig garantierten Anspruch auf Gleichbehandlung auch für private Rechtsverhältnisse durchsetzbar zu machen. Das Grundgesetz verpflichtet zunächst einmal nur dem Staat, sich im Umgang mit dem Bürgern dessen Grundrechte zu wahren.

Weil Diskriminierung wegen der Herkunft, des Alters oder des Geschlechts leider auch in privatrechtlichen Beziehungen, beispielsweise bei Arbeitsverhältnissen, vorkommt, hat der Gesetzgeber im AGG Regelungen getroffen, die Arbeitgeber, aber auch Wohnungsvermieter binden. Als Rechtsfolgen für tatsächlich festgestellte Diskriminierungen sieht das Gesetz Schadensersatzforderungen vor.

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