Dienstkleidung

Im Rahmen seiner Weisungsbefugnis kann der Arbeitgeber anordnen, dass die Arbeitnehmer in seinem Betrieb Dienstkleidung zu tragen haben. Es kann sich dabei um Kleidung handeln, die aufgrund von Sicherheitsauflagen oder Hygienevorschriften notwendig ist, oder um Kleidung, die der Arbeitgeber aus Gründen des einheitlichen Auftritts wünscht.
Wird solche Dienstkleidung vom Unternehmen gestellt, muss sie getragen werden, wenn sie die Bewegungsfreiheit nicht unzumutbar einschränkt oder den Träger in nicht hinnehmbarer Weise entstellt. Besteht im Unternehmen ein Betriebsrat, kann das Tragen von Dienstkleidung durch Betriebsvereinbarung verbindlich geregelt werden. Wesentliche Frage im Zusammenhang mit der Verpflichtung, Dienstkleidung zu tragen, kann sein, wer die Kosten für die Anschaffung und die Pflege der Kleidung trägt.
Wird die Kleidung nicht vom Betrieb gestellt, ist der Arbeitgeber zu einer angemessenen Beteiligung an den Mehrkosten ihrer Anschaffung verpflichtet.
Wenn er im Betrieb üblich ist, besteht ein Anspruch darauf, dass der Arbeitgeber die Kosten der Dienstkleidung vollständig trägt. Die Dienstkleidung muss in einem solchen Fall nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an den Arbeitgeber ausgehändigt werden.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.